Heilen als Kunst
Im Alltag schafft die
therapeutische Gemeinschaft die schöpferische Verbindung
zwischen dem Krankheitstypus und der Individualität des
Patienten. Daraus ergibt sich der Weg zu den geeigneten diagnostischen
und therapeutischen Mitteln:
Die ärztliche Tätigkeit
...umfasst die
anthroposophisch orientierte Anamneseerhebung und
eine entsprechende körperliche
Untersuchung sowie die klassischen
Untersuchungsmethoden der Inneren Medizin. Die medikamentöse
Therapie arbeitet mit Arzneimitteln aus dem Mineral-, Pflanzen- und
Tierreich sowie in bestimmten Fällen auch mit der
herkömmlichen Medikation. In Visiten und in
Gesprächen werden der Weg und das Ziel der Behandlung mit dem
Patienten abgestimmt.
Die Pflege
...versorgt,
vermittelt und
begleitet den Patienten - auf leiblicher, seelischer und geistiger
Ebene. Das verlangt aufmerksames und geschultes Wahrnehmen des
Patienten. Die Pflegenden unterstützen den Patientenin seinem
Gesundungsprozess auch therapeutisch mit gezielten
anthroposophisch-pflegerischen Maßnahmen, wie Rhythmischen
Einreibungen, feuchten Wickeln, Öl- und Salbenauflagen.
Die Künstlerischen Therapien
...sind ärztlich verordnet,
individuell auf die jeweilige
Krankheitslage des Patienten bezogen. Sie geben ihm die
Möglichkeit, aktiv an seiner Gesundung mitzuarbeiten.
Wirkungen zeigen sich bis in das Leibliche hinein, zum Beispiel in der
Blutdruckregulierung und der Anregung des Immunsystems.
Künstlerische Therapien sind:
- Therapeutisches
Malen und Plastizieren
- Therapeutische
Sprachgestaltung
- Musiktherapie
- Heileurythmie
Die Physikalische Therapie
...wendet neben den klassischen Verfahren zum Beispiel
Öldispersions- und Salzreibebäder sowie die
Rhythmische Massage an.
Heilen im Team
Ärzte, Pflegende und künstlerische Therapeuten bilden
in enger Zusammenarbeit eine diagnostische und therapeutische
Geminschaft. Zusätzlich zu ihrer Fachausbildung qualifizieren
sich Ärzte und Pflegende durch Fortbildungen in
Anthroposophischer Medizin. Die künstlerischen Therapeuten
absolvieren eine intensive Ausbildung, die zum Beispiel in der
Heileurythmie mindestens sieben Jahre dauert.
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